ADAC Logo

Automobil Club Schweinfurt

BMV Logo

AC-Schweinfurt - Aktuelles - 2011 News

13.+14.08.11 Bergrennen Osnabrück

Veröffentlicht von Jürgen (dees) am 18.08.2011
AC-Schweinfurt - Aktuelles - 2011 News >>
Hauenstein:


Der Trainingssamtag in Hausen versprach für das Rennen ein interessantes Duell zwischen Urs Müller auf seinem neuen Osella PA 30 / Zytek V8 und mir. Durch einen Fahrfehler touschierte ich eine Pylone und riss den linken äußeren Frontflügel ab. Das führte zu einer kleinen Nachtschicht für die Mechaniker und der Baraufenthalt musste gestrichen werden.

In der Nacht zeigte sich die Rhön von ihrer besten Seite und es begann stark zu regnen. 

Das Rennen wurde zum Wet-Race deklariert, die Vorteile des PS-starken Konkurrenten minimierten sich, so dass ich nach dem ersten Durchgang mit 3 Sekunden in Führung lag.

Im zweiten Rennlauf konnte Trockenabstimmung verwendet werden, da nur kleine Passagen feucht waren. Ich erweiterte meinen Vorsprung um weitere 3 Sekunden. Der Schweizer Urs Müller konnte nach seinen verhaltenen zwei Läufen nicht mehr um den Tagessieg kämpfen.

Den zweiten Gesamtrang belegte Reto Meisel auf seinem Mercedes V8 vor Thomas Rössler, Dallara Opel.

Im letzten Lauf fuhr ich Tagesbestzeit obwohl ich zeitweise den Rückspiegel im Blick hatte. Das Motorgeräusch verunsicherte mich. Nach dem Zieldurchlauf bestätigte sich mein Gefühl. Ein Teil des Motorenöls befand sich im Motorraum. Die Freude über den lang ersehnten Gesamtsieg am Hauenstein war getrübt. Ich befürchtete Saisonende!

Die tolle Siegerehrung in Festzelt vom MSC Rhön war eine gelungene Sache und schob die anstehenden Probleme auf Seite.

Nach hektischen vier Tagen, vielen Konferenzen mit meinem Motorentuener (verweilte im Urlaub), 18 Stunden täglich in der Werkstatt, war klar, ich werde nach Osnabrück fahren. Das Motorenproblem war ein Überdruck, dem die Ventildeckeldichtung nicht Stand gehalten hat. Ich baute eine größere Entlüftungsdüse ein.

 

Osnabrück:

In Osnabrück traf ich auf Guy Demuth, Osella FA 30 Zytek V8, der der erklärte Favorit war.

Im Training wurde er seiner Rolle gerecht und fuhr 2,5 Sekunden schneller als ich. Aber wie auch in Homburg war das Wetter auf meiner Seite.

Die ersten zwei Wertungsläufe am Sonntag fuhren wir bei strömenden Regen und der überlegene Luxemburger war 4,5 Sekunden langsamer als ich. Nach Durchsicht meiner Datenaufzeichnung stellte ich fest, dass in den ersten drei Kurven noch Zeit zu holen war. Dies versuchte ich umzusetzen. Ich verschätzte mich am Bremspunkt der dritten Kurve und die Leitplanke setzte dem Rennen ein Ende.

Eine taktische Fahrweise wäre in dieser Situation sicherlich die bessere Entscheidung gewesen. So verschenkte ich einen greifbaren Sieg.

Am vergangenen Montag war das komplette Team anwesend um den beschädigten Osella zu zerlegen. Alle waren zuversichtlich, den Schaden in kurzer Zeit beheben zu können. Aber bei genauer Inspektion mussten wir erkennen, dass es einer längeren Reparaturpause bedarf.

Uwe Lang

Zuletzt geändert am: 18.08.2011 um 11:47

Zurück zur Übersicht
Bitte keine Grafiken stehlen