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Aktuelles - 2017

01.10.2017 Bergrennen Mickhausen

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Saisonabschluß mit Freud und Leid
 
Der AC Bobingen veranstaltete am ersten Oktoberwochenende das 37. Bergrennen von Mickhausen.Weit über 10.000 Zuschauer kamen zur 2,2 km langen Strecke in die Nähe von Augsburg.
Am Trainingssamstag wurden bei besten Wetterbedingungen schon Topzeiten gefahren. Der Schweizer Marcel Steiner jagte nur 1,4 Sekunden hinter dem Streckenrekord den Berg hinauf. Auch der mit fast 700 PS komfortabel ausgestattete Norma M20 FC von Patrik Zajelsnik konnte Uwe Lang nicht halten. Bei ihm stehen momentan 360 PS bei dem seriennahen CN Motor dagegen. Der Österreicher Christoph Lampert war mit seinem neuen Osellla PA 2000 EVO extrem schnell. Die Top 5 nach dem Training hießen Steiner, Zajelsnik, Bormolini ( I, Formel 3000 Reynard Cosworth), Lampert, Lang.
Georg Lang belegte im Training den 5. Platz in seiner Klasse. Er konnte gegen die Formel 3 Fahrzeuge und dem Formel Master bei diesen Wetterbedingungen nichts ausrichten.
Der angekündigte Regen erreichte Mickhausen am Sonntag morgen. Als einziger verteidigte Marcel Steiner seinen Platz im ersten Wertungslauf, die weiteren Plätze belegten Allradfahrzeuge, angeführt vom Vorjahressieger Romero Nüssli auf einem Ford Escord Cosworth. Wie bestellt waren die Wetterbedingungen für Georg Lang. Er sicherte sich Platz zwei in der Klasse Single Seater bis 2000ccm, nur eine Zehntel Sekunde hinter Frank Debruyne. Die
abtrocknende Fahrbahn in Lauf zwei und drei rückte die Platzierungen wieder gerade. Durch ein Streichergebnis wurde der langsamste Lauf nicht gewertet, sehr zum Leidwesen von Georg. Er versuchte im letzten Durchgang seinen zweiten Platz zu halten und verlor beim Anbremsen auf die Schikane, ca. 50 Meter vor dem Ziel,  den Formel Renault und krachte mit dem Heck in die Betonabsperrung. Glücklicherweise trug er nur ein paar Prellungen und viel Arbeit für die Winterpause davon. Das Gesamtergebnis hieß am Ende 1.Platz Steiner vor Zajelsnik, Lampert und dem Schweizer Formel 3000 Piloten Simon Hugendobler. Uwe Lang wurde 5.
 
Ein kurzer Bericht über das Rennen ist zu sehen unter:
 
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/blickpunkt-sport/bergrennen-mickhausen-100.html
 
Hier der Bericht aus dem Schweinfurter Tagblatt vom Freitag den 13.10.2017
 
Die Schmerzen des Georg Lang
Der Schweinfurter demoliert seinen Formel3-Renner im Saisonfinale – Tolle Vater-Sohn-Jahresbilanz
 
Die Bergrennfahrer Uwe Lang und sein Sohn Georg Lang haben diese Saison eine tolles Jahresbilanz hingelegt, aber im allerletzten Lauf der Saison beim Abschlussrennen in Mickhausen demolierte Georg Lang seinen Formel 3-Renner. „Diesen Crash hätte es nicht gebraucht“, meinte der Schweinfurter zu seinem Malheur im letzten Wertungslauf. Der Schaden an dem Tatuus-Renault wird sich um die 10 000 Euro bewegen und wird die Langs über den Winter viel Arbeit bescheren. Wichtiger war, dass der 26-Jährige zwar ins Krankenhaus transportiert wurde, aber außer Prellungen keine ernsthaften Verletzungen davon trug und sein Vater und die Mutter Andrea Brischwein-Lang waren heilfroh, zusammen mit dem Sohnemann den Heimweg antreten zu können.
 
Georg Lang hatte zuvor zwei prima Wertungsläufe hingelegt und lag sogar in Schlagdistanz zum Seriensieger der Formel3-Klasse und ehemaligen Deutschen Bergmeister Frank Debruyne (Neuried). Doch dann passierte der Unfall wenige Hundert Meter vor der Ziellinie, der eine Schikane vorgesetzt ist in Mickhausen. Beim Anbremsen und dem Herunterschalten in den vierten Gang bewegte sich der Hobby-Eishockeyspieler ausgerechnet an einem kleinen Knick, der ausreichte um das Heck  ausbrechen zu lassen und er donnerte rückwärts in die Betonelemente der Schikane. Dabei brach die Achsaufhängung, das Getriebe ist Schrott, die Motoraufhängung ging zu Bruch und der Tatuus war ziemlich ramponiert. „Da erlebt Georg jetzt drei Schmerz-Phasen“, orakelte sein Vater Uwe Lang, „denn erst kam der körperliche Schmerz, danach folgte der seelische Schmerz und später kommt dann der finanzielle Schmerz bis die ganzen Reparaturen bezahlt sind“.
 
Ohne den Wermutstropfen in Form des Unfalls hätten die Langs eine außerordentlich erfreuliche Saison hingelegt. „Fünf Gesamtsiege habe ich noch nie in einem Jahre geschafft“, resümiert Uwe Lang. Zudem wartete er in Mickhausen mit einer starken Performance auf, war mit Abstand der schnellste deutsche Fahrer und erkämpfte sich Gesamtrang fünf unter 165 Teilnehmern. Der 53-Jährige verbuchte mit Rang fünf die beste Platzierung im Gesamtklassement von Mickhausen in seiner langen Laufbahn. Er musste nur dem Gesamtsieger Marcel Steiner und seinem Schweizer Landsmann Simon Hugentobler , dem Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik und dem Österreicher Christoph Lampert in ihren leistungsmäßig weit überlegenen Boliden den Vortritt lassen.
 
Der vierfache Deutsche Bergmeister hat seit der Reglementsänderung vor drei Jahren keine Chance mehr auf weitere DM-Titel, doch heuer verdiente er sich den zweithöchsten Titel als Gewinner der Automobil-Berg-Cups für Sportwagen des Deutschen Motorsportbundes (DMSB). Der Schweinfurter hielt mit 184 Punkten Frank Debruyne in Schach und Georg Lang behauptete mit 98 Punkten den dritten Platz in der Jahreswertung. Dass Georg Lang konstant dieses Jahr konstant gut fuhr drückte sich auch im Endklassement der Deutschen Meisterschaft aus, wo er mit Platz acht respektabel abschnitt. „Zudem habe ich heuer in Wolsfeld als Dritter erstmals zusammen mit meinem Vater auf einem Gesamtsieger-Podest stehen dürfen“, strich Georg Lang einen Premierenerfolg heraus.
 

 

Bericht DS Motorsport vom Bergrennen Mickhausen 2017
Das Saisofinale meines ersten KW-Bergcup Jahres verlief etwas anders als erhofft. Samstag konnte ich bei trockenen Bedingungen und Sonnenschein die Strecke kennen lernen und meine Zeit verbessern. Im dritten Training riss mir jedoch kurz vor der Ziellinie die Antriebswelle ab, sodass ich nurnoch über die Linie rollen konnte.
Hier danke ich Frank Duscher, der einen Teil seines Abends geopfert hat, damit ich meine Antriebswelle wieder gebrauchsfertig einbauen konnte.
Sonntag war die Strecke in den beiden ersten Wertungsläufen nass, weshalb ich mich umso mehr freute als es zum dritten Lauf abtrocknete und ich nochmal die Möglichkeit sah, meine Zeit vom Samstag zu verbessern. Kurz vor der Startlinie war das Rennen für mich dann leider beendet, da das Differenzial zerbrochen ist.
Fazit: 2x Abschlepper fahren an einem Wochenende und genügend Arbeit für den Winter... ❄️
🏆Dennoch bin ich mit meiner ersten Saison mehr als zufrieden und freue mich riesig den Ersten Platz in der Youngster Wertung geholt zu haben

Zuletzt geändert am: 23.10.2017 um 17:14

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